Veröffentlicht in Leben als Mama

Abfuck

Die Handwerker waren vor einigen Monaten da, um Spülmaschine und Herd auszutauschen. Sie kamen vorab, um Maß zu nehmen für die Spülmaschine. Sie standen 30 Sekunden davor und sagten „Jo, dann nehmen wir die, ne?“ Kollege nickt. Eine Woche später waren sie wieder da zum einbauen. Leider passte die Maschine nicht in den exakt ausgemessenen Platz. Jedenfalls nicht nach unten. In der Blende unterhalb der Maschine mussten sie eine Kerbe aussägen, damit sich die Klappe noch öffnen ließ. Das haben sie genau so pinibel gemessen, wie zuvor. Das Brett ließ sich anschließend nicht mehr befestigen und ist seither lose angelehnt.

Mit Begeisterung kippt dieses Brett nun hin und wieder um, wenn man die Spülmaschine schließt oder öffnet. Oder auch einfach nur, wenn man mit den Zehenspitzen dagegen stößt, wenn es gerade in einem blöden Winkel vor sich hin lehnt. Neulich wieder geschehen, direkt auf meine Füße (zum 3047394 Mal) und ich knurre entnervt „Booaah, dieses Brett fucked mich up ey.“ Tschuldigung murmele ich hinterher, denn die Große stand direkt neben mir. Sie legt mir behutsam die Hand auf den Rücken und sagt „Alles gut Mama, ich weiß, dass dich das abfucked.“

Vorbildfunktion läuft.

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Fris(e)ur-Update

Ich komme aus der Dusche, Haare wieder dunkler als normal, klar. Die Kleine guckt mich wieder musternd an, ich komme ihr zuvor: „Meine Hare sehen ganz schön schwarz aus oder?“ Sie nickt. „Und irgendwie silber.“ Silbershampoo hat also die schärfste Kritikerin im Haus überzeugt, puh. „Aber du siehst trotzdem schön aus… Aber noch schöner wärst du, wenn du lange Haare hättest.“

Ok, princess (mit kurzen Haaren). Das ergibt sich ja gerade von alleine. Nach Corona bin ich also wieder schön.

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Ordnung muss sein – oder?

In Lockdown-Zeiten weiß ich nicht so recht, ob aufräumen unnötig oder überlebenswichtig ist. Fakt ist: Das Chaos stresst mich, aber egal wieviel ich aufräume, es sieht immer gleich aus. Lässt mich also zu dem Schluss kommen, dass es eigentlich egal ist.

In meiner Verzweiflung habe ich aber mal nach Ordnungs-Tipps mit Kindern gegoogelt.

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Wie Selbstfürsorge mit Kindern hier wirklich aussieht…

Selbstfürsorge schreit es aus allen Ecken. Selbstfürsorge ist das A und O in diesen Zeiten. Besonders wenn du den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause bist. Nimm dir mehr Zeit für dich, kümmere dich um dich selbst, SELBSTFÜRSORGE! Ich glaube, die haben dabei die Kinder vergessen.

Aber wo ein Wille ist, dachte ich mir so. Ich muss mich dringend mehr bewegen. Hab ich dann auch gemacht. Zumindest meinen Oberkörper, mein Bein darf ich ja noch nicht so. Reines Oberkörpertraining stresst mich ja grundsätzlich schon immer (mag ich nicht), aber Hauptsache Bewegung, ich bin nicht mehr ausgelastet. Habe die Kinder dann vor einem Kindersport-Video geparkt. (Die sind abends nämlich auch nicht mehr müde.) Dabei haben sie sich regelmäßig gegenseitig

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2021 in a nutshell

Ich wollte gerade noch spazieren gehen, weil mir die Decke auf den Kopf fällt. Kündigte dies beim Abendbrot Kindern und Freund an. (Vielleicht entfliehe ich nämlich auch dem aktuellen Einschlafdesaster.)

„Aber geh nicht zu weit weg“ sagt mein Freund.

„Nee, ich muss doch um neun zu Hause sein.“
Ich, volljährig, heute ganz rebellisch unterwegs.

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Morgenroutine voller Achtsamkeit

Klar, kann ich teuer Geld für Achtsamkeitskarten ausgeben. Ich kann aber auch eine Nachmittagsbeschäftigung daraus machen und die Karten einfach selber basteln. Cooler, nachhaltiger und eine weitere Lockdown-Stunde sinnvoll gefüllt.

Ab jetzt gibt es jeden Morgen eine Karte zum ziehen. Ursprünglich gedacht nur für die Kinder. Fanden die aber doof, ich musste auch eine ziehen. 

Also heutige Ausbeute:

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Die schönen Momente

Meine Schwester macht sich nach den letzten Beiträgen Sorgen. Ich möchte hier nur mal kurz klarstellen: ich sitze nicht jeden Tag heulend auf dem Badezimmerboden und schmeiße Sachen durch die Gegend. Aber es kommt durchaus vor. Und das ist ok. Und es ist wichtig das zu äußern und nicht nur zu heucheln, dass wir das alles ganz super toll hinbekommen, unsere Wohnungen wie geleckt aussehen und wir schon am Montag mit allen Homeschooling-Aufgaben fertig sind. Tatsächlich saß die Große gestern Nachmittag um 17.30Uhr heulend auf ihrem Bett, weil sie nicht mehr 3+8 rechnen konnte, aber unbedingt ihren Hefter fertig bekommen wollte, weil sie doch immer noch erst bei Donnerstag ist, obwohl sie morgens schon sechs Zettel bearbeitet hat und sie am Wochenende eigentlich gar nichts machen will und Montag ja schon neue Aufgaben kommen und Druuuuuuck. Spürt ihr den Druck auf ihren Schultern? Erste Klasse, hallelujah.

Das ist die Wahrheit. Aber die Wahrheit ist auch, dass wir viele schöne Momente haben.

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Mütter sind keine Helden

Nachdem ich gestern so die letzten Zeilen schrieb, fühlte ich mich irgendwie falsch. Nicht, dass es gelogen wäre. Ich kann mich nicht schonen, wie Menschen ohne Kinder, ich habe den Anspruch an mich selbst trotzdem für meine Kinder da zu sein, gerade wenn mein Freund es nicht ist/kann. Aber es unterstreicht das „Superman-Image“ von Müttern, dass unsere Gesellschaft uns verkauft. Wir müssen alles können, alles gleichzeitig, alles perfekt und egal, was wir machen: es reicht sowieso nicht. Also der Gesellschaft, nicht den Kindern.

Deswegen hier noch ein bisschen mehr Wahrheit hinten dran:

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