Veröffentlicht in Anekdoten, Leben als Mama

Homeschooling? Läuft bei uns.

Es ist Freitag, wir sitzen am Wochenplan der Schule. Wir sind beim Dienstag. „Guck mal Mama, ich hab herausgefunden, wie ich den Füller in den Mund stecken kann ohne mich anzumalen.“ Hier lernt man was für’s Leben.

Es ist Samstag, wir sitzen am Wochenplan der Schule. Wir sind beim Dienstag. Das Kind lernt das Ö, wie Löwe und Öse „Oder öde!“ wirft sie maulend ein. Buchstaben im Wortinneren schreibt man seit heute groß, weil „Ach, ist doch egal. Ich hab jetzt kein Bock das zu ändern.“ Lebenseinstellung steht.

Es ist Sonntag, wir sitzen auf dem sonnigen Dach am Wochenplan der Schule. Wir sind beim Dienstag. 13 – 8 sind 15. Nimmste dem anderen was weg, kriegste mehr, ganz klar.

Es ist Montag, wir sitzen am Wochenplan der letzten Woche. Wir sind beim MITTWOCH! Wir sind der Wahnsinn.

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Tag 400 – Check.

Es ist doch paradox, dass ich hier über meinen Alltag schreiben will und mir jedes Mal dann, wenn zu viel Alltag ist, nichts einfällt. Ich wüsste nicht, was ich erzählen sollte. Die Tage sind alle gleich. Sie wollen gefüllt werden. Das ist traurig irgendwie.

Heute war schön. Das ist durchaus erwähnenswert. Ich fühle mich aktuell so alleine und machtlos, wie schon lange nicht mehr.

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70-Stunden Tag

Es gibt so Tage, die dauern mindestens so lange, wie drei. Heute ist so einer. Ich kann nichtmal genau sagen, was wir gemacht haben. Nichts außer homeschooling, Nudelsalat, Brownies und Hörspiel. Es gab nichtmal übermäßig viel Streit. Nur wegen der Spülmaschine und Mathe. Klassische Entspannung also. Um halb zwei fragen mich die Kinder, ob sie gucken dürfen. Es sei doch schon Nachmittag. Der Tag ist also nicht nur bei mir lang. Aber ich kann sie doch jetzt nicht vier Stunden gucken lassen oder doch?! Oder nicht oder doch?!

Ich ess jetzt Brownies. Ich hab kein Hunger, aber Zeit.

Tag drei Lockdown, scheiße. Ich hab kein Bock mehr.

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Prioritäten

„Mama, du bist einhundert tausend Millionen Diamanten wert. Wenn wir dich verkaufen, können wir uns einen Garten kaufen.“ Klingt fair.

Jemand Interesse meinen Kindern einen Garten zu ermöglichen?!

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Making of: Kinderbuch

Die Kinder wünschen sich Bilder zum Text, also arbeite ich seit einigen Wochen daran die Bilder in meinem Kopf auf Papier zu bringen. Es läuft semi, ich bin selbstkritisch. Aber mein Ziel ist es, dass ich ihnen spätestens zu Weihnachten ihr persönliches Kinderbuch in die Hand drücken kann. Wär schon geil.

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Dickes Ding

Wir sitzen am Frühstückstisch. Eine halbe Ewigkeit schon. „Ich habe keine Lust mehr“ sage ich und stehe auf. „Mein Po ist schon ganz platt gesessen.“ – „Echt?“ fragt die Kleine. „Ja, schau.“ sage ich und drehe ihr meinen Hintern zu während ich versuche ihn so platt wie möglich zu machen. Sie guckt kritisch, gibt mir einen Klaps und sagt „Nee, immernoch fett.“

Mein Freund zuckt nur die Schultern und sagt „Wir leben ja nicht mehr in den 90ern. Gerade sind dicke Ärsche angesagt.“ Wo er recht hat…

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Einfach mal nichts tun

Sie ist im Kindergarten. Ohne Tränen. Zwar mit mittlerer Begeisterung zunächst, aber dann doch auch ein wenig Vorfreude. Vor allem als sie gemerkt hat, wie sich alle freuen, dass sie wieder da ist. Jetzt drückt mir die Daumen, dass sie einen guten Tag hat, damit sie sich auf nächste Woche freuen kann.

Ich hab diesen Vormittag dann mal ganz gekonnt mit nichts tun verbracht.

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Ich wünschte, ich wäre ein Igel

Alle reden sie davon, wie wichtig es für die Kinder ist, wieder in Kindergarten und Schule gehen zu können. Dass sie unglücklich werden zu Hause und dass es ihnen nicht gut tut. Aber was ist eigentlich mit den Kindern, die nicht in dieses System passen? Für die es ein Befreiungsschlag war, als alles geschlossen wurde. Für die es jetzt umso schwerer ist zurück zu kehren in ihr Gefängnis.

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Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Wir haben ein Whiteboard seit Weihnachten, welches aus Motivationsgründen seit einiger Zeit mit reichlich To-Dos bestückt ist. (In erster Linie für den Herrn des Hauses, ich kann mir auch gut eigene To-Do-Listen erstellen.) Die Kinder wollen auch gerne hin und wieder etwas beitragen. Da stehen dann so alltägliche Dinge, wie „rausgehen“ oder „aufräumen.“

Vor einigen Tagen waren sie also wieder einmal dabei unsere ohnehin nicht enden wollende Liste weiter auszuführen.

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